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klinische Schmerzphysiologie

Über diese Seite

Den meisten Medizinern begegnen die sog. Head-Zonen (benannt nach Sir Henry Head) irgendwann im Verlauf des Studiums, häufig im 1. oder 2. Semester in der Anatomie oder Physiologie. Dabei sind zwei Dinge auffällig. Zum einen wird den Zonen zwar eine diagnostische Bedeutung beigemessen. Welche dies genau ist und vor allem wie die Anwendung der Erkenntnisse in der Praxis auszusehen hat, ist in der Regel nicht weiter beschrieben. Zum anderen erscheint die dazu gehörige Abbildung der Zonen immer gleich bzw. sehr ähnlich auszusehen.

Dabei hat die heutzutage in Lehrbüchern vorzufindende Darstellung der als "Head-Zonen" bezeichneten Areale nicht viel mit der Arbeit von Henry Head zu tun. Die Abbildung stammt vielmehr von einem deutschen Chirurgie-Assistenten namens Otto Kleinschmidt.

Dieser wiederum verwendete als Vorlage eine Zeichnung, die auf der Arbeit eines Arztes, dessen Name in aktuellen Lehrbüchern in der Regel nicht genannt wird, beruht: Sir James Mackenzie.

Die klinisch-diagnostischen Konsequenzen, die sich daraus ergeben sind von aktueller und praktischer Bedeutung.


Diese Seite möchte über die Hintergründe dieses seit Jahrzehnten verbreiteten Fehlers aufklären und die klinischen Folgen für die Diagnostik beleuchten, die sich daraus ergeben.


Sie ist wie folgt aufgebaut. Unter dem Reiter Inhalte ist das gesamte Thema in 3 Kapitel aufgeteilt. Diese sind didaktisch so angeordnet, dass sie aufeinander aufbauen.

  • Kapitel 1: Historisches beleuchtet die Hintergründe, die zu dem in der Einführung beschriebenen Fehler geführt haben
  • Kapitel 2: Grundlagen beschreibt die anatomischen und physiologischen Grundlagen der Arbeiten von Head und Mackenzie im Kontext des aktuellen Wissensstandes
  • Kapitel 3: klinische Diagnostik gibt die Bedeutung für Klinik und Praxis wieder, die sich aus diesen Entwicklungen ergeben

Der Reiter Arbeitsmaterialien bietet mit seinen verschiedenen Unterpunkten Tabellen und Karten, welche für die praktische klinische Tätigkeit notwendig sind, ergänzt durch eine Liste empfehlenswerter Literatur.
Alle Inhalte stehen kostenfrei zur Verfügung. Das Urheberrecht aller Texte und Arbeitsmaterialen liegt beim Autor, sofern nicht explizit etwas anderes angegeben ist. Für Fragen, Anregungen, Feedback oder Fehlermeldungen steht ein Kontaktformular zur Verfügung.

Unter dem Reiter "Über ..." findet sich außerdem das Impressum und der Quellennachweis.

Mein besonderer Dank geht an Oberarzt Dr. Helmut Nocke (Institut für Physiologie am Universitätsklinikum Magdeburg), dessen konstruktive Kritik, strukturierte Überlegungen und kritischer Blick maßgeblich zur Entstehung dieses Projektes beigetragen haben.
Zudem danke ich Prof. Dr. Detlef Siemen (Neurologische Universitätsklinik am Universitätsklinikum Magdeburg) sowie PD Dr. Ralf Steinert (Chefarzt des St. Josefs-Krankenhaus Salzkotten) für die kritische Durchsicht der Endfassung.


Diese Webseite wurde in ihrer Release-Version (veröffentlichungsfähige Endfassung) am 11.04.2015 auf den Server hochgeladen. Am 01.08.2015 wurde eine Version hochgeladen, die eine Reihe kleinerer Änderungen enthielt.

Interessenkonflikte:
Im Zusammenhang mit der Erstellung oder dem Betrieb dieser Webseite erhielt / erhält der Autor keinerlei Vergütung oder geldwerte Vorteile oder Leistungen von irgendwem. (Das umgekehrte ist der Fall: der Betrieb der Webseite kostet den Autor einige Euro jeden Monat.)


Die historischen Kernaspekte dieses Projektes wurden auf der 26. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für die Geschichte der Nervenheilkunde (4. Sitzung) am 30.09.2016 in Marburg unter dem Titel "Das 'Head' in Head-Zonen" vorgestellt.
Download bzw. Aufruf des Abstracts: hier klicken

Die Publikation zum Vortrag findet sich hier:
A. Rheinländer: Das „Head“ in Head-Zonen, Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für die Geschichte der Nervenheilkunde 2017, S. 303-313.
C: 3667

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